Geofence 2.0 Setup für Standortdaten

Hallo,
ich habe ein Nuki Smartlock, und diverse Aqara Thermostate und Sensoren. Leider funktioniert bei mir das Nuki Auto-Unlock nicht zuverlässig, so das ich das versucht habe, über die Aqara App mit einem Geofence umzusetzten.
Wenn ich den Geofence verlasse, soll eine Automation aktiviert werden, die, wenn ich den Geofence betrete, das Nuki entsperrt, und die Tür aufmacht.
Ich habe jetzt diverse Sachen probiert, aber der Geofence arbeitet nicht wie er soll. Ich denke, es liegt an der Abfragerate, wie Aqara den Standort abfragt.
Folgenden Einstellungen sind aktiv:
Standort: Immer zulassen
Batterieoptimierung ausgeschaltet.
Wenn ich über Einstellungen => Standort mir die letzten Zugriffe anzeigen lasse, sehe ich bei der Aqara App manchmal eine Zeit länger als 20 Minuten. Bei meiner Wetterapp ist diese Zeit nie länger als 5 Minuten.
Übersehe ich eine Einstellung, oder funktioniert der Geofence noch nicht so ganz korrekt?
Ich nutzte die Aqara App auf einem Google Pixel 6 mit Android 16.
Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wo ich noch schauen kann.

Vielen Dank für euren Input…
Gruß
Helge

Hallo und willkommen im Aqara-Forum.

Anfangs hatte ich mit der Auto-Open-Funktion meines Nuki Smartlocks auch einige Probleme. Ich habe mich dann an den Support gewandt, aber der wollte mir zunächst nur den Remote Access verkaufen, mit der Begründung, dass es dann besser funktionieren würde. Was so einfach nicht stimmt. :roll_eyes:

Später habe ich eine weitere Antwort vom Support erhalten, in der stand, dass das System am Anfang noch lernen muss, bis es richtig funktioniert. Tatsächlich hat es nach ein paar Wochen besser funktioniert und mittlerweile öffnet es immer, wenn ich unmittelbar vor der Tür stehe.

Zu deinem Versuch mit der Geofence 2.0-Funktion von Aqara:
Diese Funktion befindet sich noch im Versuchsstadium und ist noch nicht ausgereift.

Jedes Smartphone verfügt über eine Systemschnittstelle, über die Apps den Standort des Geräts abfragen können. Jede Anfrage verbraucht Akkuleistung, daher begrenzen sowohl iOS als auch Android, wie oft Apps Ihre Position abfragen können. Dies gilt insbesondere, wenn sie im Hintergrund laufen. Zudem gelten für jede App unterschiedliche Einschränkungen. Diese werden beispielsweise reduziert, wenn Sie die App häufiger mit der Standortermittlung aktiv im Vordergrund nutzen.

Offizielle Aussage von Google zu den Pixel-Smartphones (übersetzt):

Was der Standard-Batteriesparmodus einschränkt:

  • Apps aktualisieren ihre Inhalte, wie E-Mails oder Nachrichten, nur, wenn Sie die App öffnen.
  • Standortdienste werden beendet, wenn Ihr Bildschirm ausgeschaltet ist.
  • Apps werden nicht im Hintergrund ausgeführt, es sei denn, Sie deaktivieren die Batterieoptimierung.

Auch wenn die Batterieoptimierung deaktiviert wird, werden dennoch die erlaubten Abfrageintervalle reduziert.

Eine genaue Standortbestimmung ist besonders wichtig, wenn Sie nach Hause zurückkehren. Die Standortgenauigkeit von Smartphones hängt von mehreren Faktoren ab: dem Empfang von Satellitensystemen wie GPS und Galileo, der durch Gebäude, Bäume oder das Gelände stark beeinträchtigt werden kann, sowie der Verwendung von WLAN-Netzwerken, Bluetooth-Signalen und Mobilfunkmasten zur Verfeinerung der Position. Aus diesem Grund sollten mobile Daten, WLAN und Bluetooth grundsätzlich aktiviert bleiben.

Unter realen Bedingungen erreichen die meisten iPhones und Android-Handys eine Genauigkeit von 10 bis 100 Metern. Meist noch geringer. Aus diesem Grund können Sie nicht erwarten, dass sich das Türschloss genau in dem Moment entriegelt, in dem Sie vor Ihrer Tür stehen.

Weil es so ungenau funktioniert hat das Nuki-Smartlock einen Bluetooth-Beacon eingebaut. Technisch funktioniert das Ganze wie folgt:

  • Anhand des Standorts Ihres Telefons wird ermittelt, ob Sie sich ungefähr in der Nähe Ihres Zuhauses befinden (z. B. innerhalb von 250 Metern).
  • Sobald Sie sich in der Nähe befinden, beginnt das Smartphone nach dem Bluetooth-Beacon zu suchen.
  • Erst wenn das Bluetooth-Signal stark genug ist, dann öffnet sich das Schloss (wenige Meter vor der Tür).

Dabei lernt das System, wie stark das Bluetooth-Signal ist, wenn sie Ihre Tür öffnen. Beziehungsweise, kann das System anhand der Stärke des Bluetooth-Signal auch ableiten, dass die Tür früher oder später geöffnet werden müsste.

Auf der Seite von Nuki gibt es noch paar Tipps, um die Qualität von Auto Unlock verbessern:

1 Like

Moin John,

herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort.
Mein Nuki habe ich tatsächlich schon länger, und ich hatte auch schon diverse Kontakte mit dem Support, weil das Auto Unlock nicht korrekt funktioniert. Inzwischen habe ich mir noch ein Keypad zugelegt, damit ich nicht immer den Schlüssel suchen muss, und wenn ich dann drin bin, Auto Unlock dich noch die Tür öffnet.
Aber nach deinem Post, gebe ich dem ganzen noch mal eine neue. Chance, und habe den Geofence Radius beim Nuki mal erhöht. Heute morgen hat es dann auch funktioniert, mal sehen, ob das so bleibt.
Zum Aqara Geofence. Mein Hauptanliegen ist ja nicht, daß die Tür geöffnet wird, sondern ich habe im Kopf, daß noch ganz andere Sachen passieren. Das Aussenlicht wird eingeschaltet, wenn ich nach Hause komme. Wenn ich das Haus verlassen, wird die Heizung runtergeregelt, und wenn ich wieder komme, geht die Heizung an.
Vielleicht muss ich auch einfach mit der Größe des Geofence experimentieren.
Was mir allerdings auch aufgefallen ist, in diversen Screenshots hier zum Geofence steht dort immer eine Adresse. Bei mir steht nur Kartenstandort-Informationen.
Ist das so korrekt, oder fehlt da eventuell noch eine Berechtigung?

Das ist vermutlich sogar sinnvoll, denn leider funktioniert „Auto Unlock” nur, wenn man den Geofence-Bereich verlassen hat. Nach dem Müll rausbringen oder dem Entleeren des Briefkastens geht es also nicht, es sei denn, der Briefkasten oder die Mülltonnen liegen außerhalb des Geofence-Bereichs. :wink:

Ich habe das Problem mit einem NFC-Sticker an der Türklingel und Apple Home lösen können. Solbad ich den NFC-Tag scanne öffnet das Türschloss.

Ich fürchte, dass die Geofence-2.0-Funktion nicht so zuverlässig funktioniert. Die meisten verwenden dafür wohl eher eine Außenkamera wie die G5 Pro. Sobald eine Person oder ein Gesicht erkannt wird, geht das Licht an.

Ich habe neben Aqara Home und Apple Home auch Home Assistant ausprobiert. All diese Apps sind auf die Funktion des Smartphones angewiesen. Aus meiner bisherigen Erfahrung kann ich sagen, dass das eher weniger gut funktioniert. Manchmal bekommen die Apps nicht einmal mit, wenn ich schnell einkaufen war. Das Nuki öffnet allerdings trotzdem.

Aus diesem Grund nutze ich in Home Assistant mehrere Systeme, um die Anwesenheit zu Hause zu prüfen:

  • die Home-Assistant-App, die den Standort der iPhones erhält
  • das Apple Find My Netzwerk. Meist sind die Standortdaten der iPhones dort besser und früher verfügbar. Zudem kann man auch andere Geräte tracken.
  • die FritzBox-Integration, die feststellen kann, ob ein iPhone im WLAN angemeldet ist.
  • Tür- und Fensterkontakte, Bewegungsmelder (Aqara P2) sowie Anwesenheitsensoren (Aqara FP2).
  • eine Kamera mit Gesichtserkennung (Aqara G5 Pro).

Das funktioniert mittlerweile recht zuverlässig, aber das Setup ist leider recht komplex.

Wenn man einen Bereich angibt, steht dort in der Regel der Name des Bereichs. Beim Berliner Fernsehturm steht dort beispielsweise „Funkturm”. Ist der Bereich, in dem Sie wohnen, recht abgelegen? Vielleicht gibt es einfach keinen Namen dafür. Aber ich denke, es soll nur eine Hilfe sein, um die angegebenen Orte zu unterscheiden, also beispielsweise Ihren Arbeitsort und Ihr Zuhause. Im Hintergrund wird das System vermutlich mit den Koordinaten und nicht mit den Namen arbeiten.

Wenn Sie ein iPhone hätten, könnte ich Ihnen noch ein paar Tipps zu den Einstellungen geben, damit die Standortermittlung besser funktioniert. Mit einem Google Pixel 6 mit Android 16 kenne ich mich leider nicht so gut aus.